
Politische Teilhabe für alle
Die politische Mitbestimmung soll allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern offenstehen. Als ersten Schritt planen wir, bei künftigen Gemeinderatswahlen eine gemeinsame Liste aufzustellen. So können Wählerinnen und Wähler unabhängig von Parteizugehörigkeit ihre bevorzugten Kandidatinnen und Kandidaten wählen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der bestmöglichen Vertretung von Frauen und jungen Menschen, damit der Gemeinderat die Vielfalt unserer Bevölkerung widerspiegelt.
Zusammenarbeit nach der Wahl
Nach den Wahlen können sich die gewählten Mitglieder zu Ratsfraktionen zusammenschließen, um gemeinsam für das Wohl der Gemeinde zu arbeiten. Auf Grundlage der gewählten Vertreterinnen und Vertreter wird ein Arbeitsprogramm erarbeitet, das möglichst viele ihrer Anliegen und Themenschwerpunkte aufgreift. Die Umsetzung dieses Programms wird regelmäßig überprüft, wobei die Fortschritte für alle Bürgerinnen und Bürger transparent dargestellt werden.
Verantwortung und Organisation
Jedes Gemeinderatsmitglied kann auf Wunsch Aufgaben entsprechend seiner oder ihrer Fachkompetenz übernehmen und dient dabei auch als direkte Ansprechperson für die Bevölkerung. Zu Beginn des Jahres wird ein Kalender mit den 6 bis 8 geplanten Gemeinderatssitzungen veröffentlicht, um eine gute Planbarkeit und Vereinbarkeit mit beruflichen und familiären Verpflichtungen zu ermöglichen.
Demokratische Vertretung im Gemeindeausschuss
Bei der Bildung des Gemeindeausschusses wird der Wählerwille so gut wie möglich berücksichtigt. Auch Modelle wie ein Wechsel zur Halbzeit der Legislaturperiode werden in Betracht gezogen. Die jeweiligen Referentinnen und Referenten übernehmen Verantwortung für ihren Aufgabenbereich und setzen ihnen zugewiesene Projekte eigenverantwortlich um. Die regelmäßigen Besprechungen werden ebenfalls unter Berücksichtigung der Vereinbarkeit mit Familie und Beruf sowie in Abstimmung mit den zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geplant.
Stärkung lokaler Zusammenarbeit
Die Gemeinde soll als zentrale Schnittstelle zwischen verschiedenen Interessenvertretungen, lokalen Vereinen und Institutionen eine stärkere Rolle einnehmen. Regelmäßige Treffen und Gespräche sollen die Zusammenarbeit fördern und eine rasche Lösung von Problemen ermöglichen. Zentrale Partner vor Ort – etwa der Tourismusverein, die Forstbehörde, der Straßendienst, Polizei- und Carabinieri-Dienste sowie, der Gesundheitssprengel, Altershilfe Tschögglberg oder der Bildungsausschuss – sollen sich regelmäßig austauschen, um laufende Projekte bestmöglich zu koordinieren und Synergien zu nutzen.
Stärkung der Fraktionen
In den einzelnen Fraktionen und im Hauptort sollen kleinere Verwaltungsausschüsse entstehen, in denen lokale Vereinsvertreterinnen und -vertreter mitwirken. Diese wählen aus ihrer Mitte eine Fraktionsvorsteherin oder einen Fraktionsvorsteher, die als Verbindungsperson zur Gemeindeverwaltung fungieren.
Digitale Angebote mit persönlicher Unterstützung
Die Digitalisierung der Gemeindeverwaltung wird weiter vorangetrieben. Gleichzeitig wird für Menschen, die sich im digitalen Bereich schwer zurechtfinden, ein Bürgerschalter vor Ort eingerichtet, um persönliche Unterstützung bei Verwaltungsangelegenheiten zu bieten.